
Rohner sind als Bürger von Rebstein seit 1492 nachgewiesen. Es gibt eine katholische und eine evangelische Linie. Die beiden Wappen gehen zurück auf
- li: Hans Jacob Rohner, Hofammann 1681/90 (evangelische Linie)
- re: Markus Rohner, Hofammann 1701/12 (katholische Linie)
und sind dem Artikel von Jos.Rohner im Rheintaler Almanach (1955) entnommen.
Das vom Verein für die Geschichte des Rheintals 2004 herausgegebene Buch "Rheintaler Köpfe" enthält eine Biographie des Rebsteiners Jacob Rohner (1852-1926) und seiner Familie. Seine Eltern betrieben eine Landwirtschaft. Als "selfmade man" wurde er einer der bedeutendsten Ostschweizer Stickereikaufleute: nach einer 5-wöchigen(!) "Lehre" als Sticker eröffnete er 1873 mit einem Bruder seinen eigenen kleinen Stickereibetrieb, zuerst als Lohnsticker; bereits 1879 exportierten die Rohners selbst ihre Stickereien ins Ausland (ohne Kenntnisse in kaufmännischer Buchführung oder Fremdsprachen); 1889 wurde eine eigene Handelsniederlassung in New York gegründet; bis 1912 entstanden neben dem Stammhaus in Rebstein Schifflistickfabriken in Buttikon SZ, Widnau und Lüchingen bei Altstätten - insgesamt beschäftigte die Rohner AG vor dem Ersten Weltkrieg rund 3'000 Personen; im Gegensatz zu vielen anderen Firmen konnte sich die Rohner AG in der Stickereikrise nach dem Ersten Weltkrieg behaupten.
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