29. Februar in Nicht-Schaltjahren

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Wolf
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29. Februar in Nicht-Schaltjahren

Beitrag von Wolf » Fr 20. Mär 2020, 18:42

Ich bin gerade dabei, bei einer grossen Datenbank (über 100'000 Personen) Plausibilitätskontrollen durchzuführen. Dabei stolpere ich auch über ungültige Daten wie den 29. Februar in Jahren, die kein Schaltjahr waren ... dann versuche ich natürlich, die Originalquellen zu konsultieren. Manchmal ergibt sich aus dem Zusammenhang, dass der 29. März vmtl. korrekt - oder beim Abtippen ein Fehler unterlaufen ist - aber was könnte dahinterstecken, wenn sogar zwei Kinder eindeutig am 29. Februar getauft wurden wie hier:
Urnaesch-Taufen-29-Feb-1591.jpg
Ganze Seite: http://saas.it.yousee.net/gallery/view. ... 28&page=32
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Felber
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Re: 29. Februar in Nicht-Schaltjahren

Beitrag von Felber » Sa 21. Mär 2020, 10:30

Guten Tag Wolf

Das ist mir auch schon aufgefallen: Todesfälle am 29. Februar oder Heiraten am 31. Juni.

Wie genau die Pfarrer auf solche Daten gekommen sind, kann ich auch nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht realisierten die Pfarrer nicht, dass schon der nächste Monat begann und sie verzeichneten die Einträge unter einem Tag, der gar nicht existiert? Wenn eine Taufe in Wirklichkeit am 1. März stattfand, meinten sie vielleicht, dass immer noch Februar war und verzeichneten das Datum deshalb als 29. Februar? Anders kann ich mir dies nicht erklären. :roll:

Mit lieben Grüssen

Olivier



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Re: 29. Februar in Nicht-Schaltjahren

Beitrag von Nico » Sa 21. Mär 2020, 16:07

Hallo,

könnte es eventuell etwas damit zu tun haben, dass in den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts vom julianischen auf den gregorianischen Kalender umgestellt wurde, und die Umrechnung Einigen womöglich misslang? Wer weiß?


Nico

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Re: 29. Februar in Nicht-Schaltjahren

Beitrag von Wolf » Sa 21. Mär 2020, 16:31

Nico hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 16:07
könnte es eventuell etwas damit zu tun haben, dass in den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts vom julianischen auf den gregorianischen Kalender umgestellt wurde, ...
Hatte ich auch darüber nachgedacht - aber das obige Beispiel ist Ausserrhoden, wenige Jahre vor der religionsbegingten Landteilung (1597) - ich glaube nicht, dass da ein Ausserrhödler Geistlicher auch nur die Möglichkeit überdacht hat, den papistischen Kalender :evil: anzunehmen. Ausser der von Olivier genannten Erklärung ist mir auch nichts eingefallen, wollte aber nicht ausschliessen, dass Jemand eine bessere Idee hat ;).


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