Grüezi Lesende,
Alois Grichting,
Das Walliser Jahrbuches : Eine Kulturschrift : 1932-2017, Vortrag vom 04.04.2017, auf einer Webseite des Vortragvereins Oberwallis.
Im Wallis waren Kalender schon seit 1803 bekannt. Es gab im 19. Jahrhundert einen "Walliser Hauskalender". Und seit 1910 erschien auch ein "Volkskalender von Freiburg und Wallis". Um 1930 war man dann aber der Ansicht, dass unser Land in diesem Kalender zu wenig berücksichtigt sei, und man dachte deshalb an die Gründung eines eigenen Kalenders. Dies vor allem auch deshalb, weil der in Sitten herausgegebene St. Jodernkalender einer Druckerei Aymon "nichts Rechtes" biete. Treibende Kraft für die Gründung des Walliser Jahrbuches war Domherr Josef Werlen, ein gebürtiger Lötschentaler. Er verbreitete einen Gründungsaufruf. Darin hiess es: "Wir wollen einen Walliser Kalender, der den Anforderungen unseres Volkes entspricht. Wir wollen ein einheimisches Organ zur Veröffentlichung von Beiträgen von Walliser Autoren. Es soll Kenntnisse über unsere Heimat, ihre Gestaltung und Geschichte, ihre Einrichtungen und Errungenschaften, ihre Werke und Schätze verbreiten, Sinn für unsere eigene Arbeit und Kunst, für Selbsthilfe und Fortschrit auf allen Gebieten wecken". Als Inhalt sah man: "Kalendarium, Schöne Literatur, Geschichte und Geographie, Kunst, Religion, Recht, Heilkunde, Naturheilkunde, Land- und Hauswirtschaft, Schule, Fürsorge und Wohltätigkeit, Vereine, Presse, Chroniken, Statistiken (Behörden, Verstorbene), Anzeigen usw." Der erste Band des Walliser Jahrbuches erschien 1932.
Registerband zum Walliser Jahrbuch 1932-2000, Visp 2001.
Säntis