Kirchenbücher im Kanton Bern
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Wolf
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Kirchenbücher im Kanton Bern
Das Thema Berner Kirchenbücher online ist inzwischen etwas unübersichtlich geworden. Es wurde deswegen geschlossen und dieses neue Thema eröffnet.
Die wichtigsten Informationen im bisherigen Thema sind:
Die Kirchenbücher (bis 1875) wurden 1991 im Auftrag des Staatsarchivs verfilmt. Diese Filme wurden dann von Lewis Bunker Rohrbach erworben, digitalisiert und auf CD zum Verkauf angeboten. Jetzt sind diese Digitalisate beim Staatsarchiv Bern frei online abrufbar. Auch familysearch hatte die Filme erworben und sie inzwischen mit neuerer Technik neu digitalisiert: diese Digitalisate besitzen eine bessere Bildqualität, sind aber entsprechend der Vereinbarung mit dem Staatsarchiv nur in den entsprechenden Forschungszentren online abrufbar.
Die Pfarreizugehörigkeiten vieler, meist kleinerer Gemeinden oder Weiler können dieser Liste entnommen werden.
Einige Kirchenbücher (Frutigen, Guttannen, Lenk im Simmental [Kirchenbücher Lenk jetzt online], Saanen) standen seinerzeit für die Verfilmung nicht zur Verfügung und können deswegen nicht online abgerufen werden. Sie können aber bei der GHGB auf DVD bezogen werden. Darunter befinden sich weiter Aeschi bei Spiez 1656-1875 / Einigen bei Spiez 1558-1643 / Kandergrund 1841-1875 / Messen SO und BE 1680-1875 / Thun (Tauf-, Ehe- und Totenrödel aus Burger- und Staatsarchiv).
Einige weitere Kirchenbücher sind im Archivplan des Staatsarchivs an anderer Stelle eingestellt und werden deswegen leicht übersehen: Niederlassungswesen (1358 - 1902).
Viele Ehebücher im Kanton Bern (Übersicht) wurden von Mitgliedern der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Bern (GHGB) in Excel erfasst - die Tabellen können auf DVD bezogen werden.
Die Kirchenbücher des Berner Juras wurden von Mitgliedern des Cercle généalogique de l'Ancien Evêché de Bâle (CGAEB) erschlossen mit Registern zu Vor- und Familiennamen; Details können nur mit Mitglieder-Zugang eingesehen werden.
Indices der Totenrodel Sigriswil 1748-1875 / Totenrodel Spiez 1725-1834 zusammengestellt von Willi Müller-Rahm.
Die wichtigsten Informationen im bisherigen Thema sind:
Die Kirchenbücher (bis 1875) wurden 1991 im Auftrag des Staatsarchivs verfilmt. Diese Filme wurden dann von Lewis Bunker Rohrbach erworben, digitalisiert und auf CD zum Verkauf angeboten. Jetzt sind diese Digitalisate beim Staatsarchiv Bern frei online abrufbar. Auch familysearch hatte die Filme erworben und sie inzwischen mit neuerer Technik neu digitalisiert: diese Digitalisate besitzen eine bessere Bildqualität, sind aber entsprechend der Vereinbarung mit dem Staatsarchiv nur in den entsprechenden Forschungszentren online abrufbar.
Die Pfarreizugehörigkeiten vieler, meist kleinerer Gemeinden oder Weiler können dieser Liste entnommen werden.
Einige Kirchenbücher (Frutigen, Guttannen, Lenk im Simmental [Kirchenbücher Lenk jetzt online], Saanen) standen seinerzeit für die Verfilmung nicht zur Verfügung und können deswegen nicht online abgerufen werden. Sie können aber bei der GHGB auf DVD bezogen werden. Darunter befinden sich weiter Aeschi bei Spiez 1656-1875 / Einigen bei Spiez 1558-1643 / Kandergrund 1841-1875 / Messen SO und BE 1680-1875 / Thun (Tauf-, Ehe- und Totenrödel aus Burger- und Staatsarchiv).
Einige weitere Kirchenbücher sind im Archivplan des Staatsarchivs an anderer Stelle eingestellt und werden deswegen leicht übersehen: Niederlassungswesen (1358 - 1902).
Viele Ehebücher im Kanton Bern (Übersicht) wurden von Mitgliedern der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Bern (GHGB) in Excel erfasst - die Tabellen können auf DVD bezogen werden.
Die Kirchenbücher des Berner Juras wurden von Mitgliedern des Cercle généalogique de l'Ancien Evêché de Bâle (CGAEB) erschlossen mit Registern zu Vor- und Familiennamen; Details können nur mit Mitglieder-Zugang eingesehen werden.
Indices der Totenrodel Sigriswil 1748-1875 / Totenrodel Spiez 1725-1834 zusammengestellt von Willi Müller-Rahm.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Wolf
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Transkriptionen KB Walterswil
Die Kirchenbücher von Walterswil (bis 1875) wurden von Christof Meissburger transkribiert. Seine Dateien können nun hier kostenlos heruntergeladen werden. Um Zugang zu den Dateien zu bekommen, muss man eingeloggt sein.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Säntis
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Kirchenbücher Reichenbach
Grüezi Lesende,
Chientel65 hat alle Kirchenbücher (Tauf-, Ehe- und Sterberodel) der Kirchgemeinde Reichenbach seit Beginn im Jahr 1528 transkribiert.
Dazu der Beitrag vom 01.11.2022 im Thread von Känel von Reichenbach im Kandertal BE.
Bochtella
Chientel65 hat alle Kirchenbücher (Tauf-, Ehe- und Sterberodel) der Kirchgemeinde Reichenbach seit Beginn im Jahr 1528 transkribiert.
Dazu der Beitrag vom 01.11.2022 im Thread von Känel von Reichenbach im Kandertal BE.
Bochtella
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wkla
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Kirchenbücher im Kanton Bern / La Neuveville
Ich bin auf der Suche nach den Kirchenbüchern von La Neuveville, BE (Neuenstadt). Im Staatsarchiv zu Bern sind nur die ab 1818 vorhanden.
Ich finde Einträge von Personen in FamilySearch mit exakten Datumsangaben vor 1818. Es sieht fast so aus, dass es Dokumentation zu dieser Zeit gibt.
Falls es noch welche gibt, wie kommt man an diese?
Danke Gruss Walter
Ich finde Einträge von Personen in FamilySearch mit exakten Datumsangaben vor 1818. Es sieht fast so aus, dass es Dokumentation zu dieser Zeit gibt.
Falls es noch welche gibt, wie kommt man an diese?
Danke Gruss Walter
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Walter
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Re: Kirchenbücher im Kanton Bern / La Neuveville
Hier findet man (unter Bemerkungen) den Hinweis, dass sich die ältesten Kirchenbücher von La Neuveville im Archiv der Bürgergemeinde befinden.
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Säntis
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Kirchenbücher Röthenbach im Emmental
Grüezi Lesende,
Abschriften in Tabellenform der Kirchenbücher Röthenbach im Emmental auf einer Webseite der Gemeinde Röthenbach im Emmental.
Digitalisate auf einer Webseite des Staatsarchivs des Kantons Bern.
Bochtella
Abschriften in Tabellenform der Kirchenbücher Röthenbach im Emmental auf einer Webseite der Gemeinde Röthenbach im Emmental.
Digitalisate auf einer Webseite des Staatsarchivs des Kantons Bern.
Bochtella
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Säntis
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Kirchenbücher Burgdorf
Grüezi Lesende,
Trudi Kohler-Zimmermann, Die Totenrodel von Pfarrer Johann Rudolf Gruner, in Burgdorfer Jahrbuch, 81. Jahrgang, 2014.
Digitalisat auf einer Webseite von DigiBern, das Online-Portal zu Geschichte und Kultur von Stadt und Kanton Bern.
Bochtella
Trudi Kohler-Zimmermann, Die Totenrodel von Pfarrer Johann Rudolf Gruner, in Burgdorfer Jahrbuch, 81. Jahrgang, 2014.
Digitalisat auf einer Webseite von DigiBern, das Online-Portal zu Geschichte und Kultur von Stadt und Kanton Bern.
Bochtella
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ulbauer
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Kirchenbücher Bernisch Messen
Hallo zusammen,
sehe ich es richtig, dass die KB von Bernisch Messen weiterhin "nur" über ein FamilySearch-Zentrum und als DVD verfügbar sind?
Hat jemand Erfahrung mit einem FamilySearch-Zentrum, vielleicht sogar mit Wettingen?
Viele Grüsse,
Uli
sehe ich es richtig, dass die KB von Bernisch Messen weiterhin "nur" über ein FamilySearch-Zentrum und als DVD verfügbar sind?
Hat jemand Erfahrung mit einem FamilySearch-Zentrum, vielleicht sogar mit Wettingen?
Viele Grüsse,
Uli
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Wolf
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Re: Kirchenbücher Bernisch Messen
Die jüngeren KB Bernisch Messen können online auf der Webseite des Staatsarchivs abgerufen werden: http://www.query.sta.be.ch/detail.aspx?id=220065.
Ob die älteren bei familysearch gefunden werden können, weiss ich nicht - im Katalog habe ich die jedenfalls nicht gefunden (könnte sie aber übersehen haben).
Die älteren KB scheinen nur von der GHGB digitalisiert worden zu sein.
Ob die älteren bei familysearch gefunden werden können, weiss ich nicht - im Katalog habe ich die jedenfalls nicht gefunden (könnte sie aber übersehen haben).
Die älteren KB scheinen nur von der GHGB digitalisiert worden zu sein.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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John
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Re: Kirchenbücher Bernisch Messen
Bei FamilySearch.org sind die alten Kirchenbücher von Messen zu finden unter:
Schweiz, Solothurn, Messen.
Kirchenbuch, 1618-1875, Verfasser: Evangelisch-Reformierte Kirche Messen (Solothurn).
In den 6 verschiedenen Filmen - darin auch andere Solothurnische Gemeinden - sind auch Einträge zu finden aus Bangerten, Etzelkofen, Mülchi, Ruppoldsried and Scheunen im Kt. Bern.
Viel Erfolg, John
Schweiz, Solothurn, Messen.
Kirchenbuch, 1618-1875, Verfasser: Evangelisch-Reformierte Kirche Messen (Solothurn).
In den 6 verschiedenen Filmen - darin auch andere Solothurnische Gemeinden - sind auch Einträge zu finden aus Bangerten, Etzelkofen, Mülchi, Ruppoldsried and Scheunen im Kt. Bern.
Viel Erfolg, John
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Loxiran
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
Das Staatsarchiv Bern könnte ja einfach erlauben, dass Familysearch die Berner Kirchenbücher freischaltet. So wie bei den Luzerner Kirchenbücher oder anderen Ausnahmen geschehen.Wolf hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 11:44 Um die Bildcharakteristik der beim Staatsarchiv Bern abrufbaren Digitalisate zu verstehen, muss man deren Entstehung berücksichtigen: die Berner Kirchenbücher wurden von Picton Press digitalisiert, um sie auf CD verkaufen zu können. Um Speicherplatz zu minimieren, wurde der Kontrast extrem erhöht und (es macht zumindest den Eindruck) dann als gif gespeichert. Das macht das Entziffern oft u.a. dadurch schwierig, dass nicht klar unterschieden werden kann, was der gewünschte Text ist - und was von der Rückseite durchscheint. Hier sind die Digitalisate bei familysearch wesentlich besser, die inzwischen auch abgerufen werden können- leider nicht zuhause, sondern nur in Forschungszentren.
Die Vergleichsbilder findet man unter Zimmermann von Steffisburg.
Hier ein weiteres Beispiel: ....
Zum Text der Anmerkungen siehe Lyb in Guggisberg (Lesehilfe).
Warum stellt sich das Staatsarchiv Bern dagegen? Weiss dies jemand?
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Wolf
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
Das kann ich natürlich nicht sagen ... vielleicht will man einfach das eigene Angebot nicht konkurrenzieren?
Immerhin bietet Bern eigene Daten an - im Gegensatz zu einigen Kantonen, wo familysearch nicht freigeschaltet werden darf, obwohl kein eigenes Angebot existiert. Das stört mich viel mehr.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Loxiran
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
@Wolf
Vielleicht liegt es auch daran?
Bei den Staatsarchiven bei welchen Familysearch nicht freigeschaltet werden "darf" ist es anscheinend so, dass dort jede Kirchgemeinde einzeln angefragt werden müsste, um das Einverständnis dafür einzuholen.
In Bern haben die Kirchgemeinden ihr Einverständnis für die Onlinepublikation ja schon gegeben, sonst wären die Bücher nicht über die Staatsarchivseite online verfügbar?
Vielleicht liegt es auch daran?
Bei den Staatsarchiven bei welchen Familysearch nicht freigeschaltet werden "darf" ist es anscheinend so, dass dort jede Kirchgemeinde einzeln angefragt werden müsste, um das Einverständnis dafür einzuholen.
In Bern haben die Kirchgemeinden ihr Einverständnis für die Onlinepublikation ja schon gegeben, sonst wären die Bücher nicht über die Staatsarchivseite online verfügbar?
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Peter.D
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
Die Urheberrechte an den im Staatsarchiv aufbewahrten Berner Kirchenbüchern lag beim Staatsarchiv und nicht bei den jeweiligen Kirchgemeinden und auch nicht bei den Zivilstandsämtern. 2004 hat das StABE aufgrund der restriktiven Zugangsregeln zu den Mikrofilmen auf die Urheberrechte verzichtet, was dann auch das Kopieren der Mikrofilme durch die Mormonen und durch L.B. Rohrbach ohne Entschädigung ermöglicht hat - allerdings mit der vertraglichen Einschränkung einer Verbreitung über das Internet.
Das StABE schrieb mir 2011 zu dieser Problematik unter anderem:
Als bernische Verwaltungsstelle hat sich das Staatsarchiv indessen an die Vorgaben seiner vorgesetzten (politischen) Behörden zu halten. 1990 machte die GGU dem Kanton Bern das Angebot, die bernischen Kirchenbücher kostenlos zu verfilmen, um sie dann aber im Gegenzug frei verwenden zu können. Diese Art der Verfilmung wurde damals von der kantonalen Kirchendirektion und dem Synodalrat der evangelisch-reformierten Kirche "aus religiösen, ethischen und politischen Gründen" verworfen. Der Grosse Rat lehnte daraufhin das Angebot der Mormonen ab, und genehmigte seinerseits einen Kredit von Fr. 375'000 für die Verfilmung der Kirchenbücher durch den Kanton Bern (vgl. RRB 1563/1990 sowie den dazu gehörenden Vortrag der Staatskanzlei). Dieser Entscheid, der letztlich die freie Verbreitung der Kirchenbücherdaten durch die GGU verhindert, ist für uns nach wie vor verbindlich.
Somit müsste also der Grosse Rat bzw. der Regierungsrat den Entscheid von 1990 revidieren. Die Verfilmung erfolgte dann übrigens extern durch eine Schweizer Firma.
Die weit bessere Lösung wäre natürlich eine völlig neue Digitalisierung der Kirchenbücher, wie sie vom Zürcher Staatsarchiv in den letzten Jahren durchgeführt wurde und nun etappenweise online gestellt wird. Die Mittel dazu müssten wohl in Bern durch eine Stiftung oder den Lotteriefonds zur Verfügung gestellt werden.
Peter
@Wolf: kannst du das Thema dem bereits bestehenden Thema zu den Berner Kirchenbüchern anfügen?
Das StABE schrieb mir 2011 zu dieser Problematik unter anderem:
Als bernische Verwaltungsstelle hat sich das Staatsarchiv indessen an die Vorgaben seiner vorgesetzten (politischen) Behörden zu halten. 1990 machte die GGU dem Kanton Bern das Angebot, die bernischen Kirchenbücher kostenlos zu verfilmen, um sie dann aber im Gegenzug frei verwenden zu können. Diese Art der Verfilmung wurde damals von der kantonalen Kirchendirektion und dem Synodalrat der evangelisch-reformierten Kirche "aus religiösen, ethischen und politischen Gründen" verworfen. Der Grosse Rat lehnte daraufhin das Angebot der Mormonen ab, und genehmigte seinerseits einen Kredit von Fr. 375'000 für die Verfilmung der Kirchenbücher durch den Kanton Bern (vgl. RRB 1563/1990 sowie den dazu gehörenden Vortrag der Staatskanzlei). Dieser Entscheid, der letztlich die freie Verbreitung der Kirchenbücherdaten durch die GGU verhindert, ist für uns nach wie vor verbindlich.
Somit müsste also der Grosse Rat bzw. der Regierungsrat den Entscheid von 1990 revidieren. Die Verfilmung erfolgte dann übrigens extern durch eine Schweizer Firma.
Die weit bessere Lösung wäre natürlich eine völlig neue Digitalisierung der Kirchenbücher, wie sie vom Zürcher Staatsarchiv in den letzten Jahren durchgeführt wurde und nun etappenweise online gestellt wird. Die Mittel dazu müssten wohl in Bern durch eine Stiftung oder den Lotteriefonds zur Verfügung gestellt werden.
Peter
@Wolf: kannst du das Thema dem bereits bestehenden Thema zu den Berner Kirchenbüchern anfügen?
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Loxiran
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
@Peter.D
Danke für die wertvolle Info!
Ich habe noch eine Frage zur Abkürzung GGU? Ist das eine Abteilung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage?
Dann zu dieser Aussage:
"Der Grosse Rat lehnte daraufhin das Angebot der Mormonen ab, und genehmigte seinerseits einen Kredit von Fr. 375'000 für die Verfilmung der Kirchenbücher durch den Kanton Bern."
Dann wurden die analogen Mikrofilme NICHT von den Mormonen erstellt, sondern vom Kanton Bern finanziert und extern durch eine Schweizer Firma erstellt? Jedoch durften die Mormonen diese Mikrofilme kostenlos verwenden und selbst digitalisiseren und in ihren Centern verfügbar machen?
Und Lewis Rohrbach hat dann auf eigene Kosten aus den analogen Mikrofichen nochmals Digitalisate erstellt?
Gemäss dieser Seite wurde die Digitalisierung von Lewis Rohrbach finanziert:
"Ein Vermögen investiert
Zwanzig Jahre später bat auch Lewis Rohrbach den Kanton um Kopien dieser Mikrofilme. Da mittlerweile die Computertechnik fortgeschritten war, hatte er die Idee, die Mikrofilme zu digitalisieren und auf CD-Roms zu brennen. «Das Staatsarchiv gab grünes Licht. Es muss Rohrbach ein Vermögen gekostet haben», sagt die Berner Staatsarchivarin Barbara Studer Immenhauser. Rohrbrach digitalisierte über eine Million Seiten. Die daraus entstandenen CD-Roms konnten bei ihm in der Folge für 150 bis 300 Franken erworben werden, wie die Berner Zeitung in einem Porträt über Rohrbach schrieb."
https://www.kirchenbote-online.ch/artik ... alisierte/
Danke für die wertvolle Info!
Ich habe noch eine Frage zur Abkürzung GGU? Ist das eine Abteilung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage?
Dann zu dieser Aussage:
"Der Grosse Rat lehnte daraufhin das Angebot der Mormonen ab, und genehmigte seinerseits einen Kredit von Fr. 375'000 für die Verfilmung der Kirchenbücher durch den Kanton Bern."
Dann wurden die analogen Mikrofilme NICHT von den Mormonen erstellt, sondern vom Kanton Bern finanziert und extern durch eine Schweizer Firma erstellt? Jedoch durften die Mormonen diese Mikrofilme kostenlos verwenden und selbst digitalisiseren und in ihren Centern verfügbar machen?
Und Lewis Rohrbach hat dann auf eigene Kosten aus den analogen Mikrofichen nochmals Digitalisate erstellt?
Gemäss dieser Seite wurde die Digitalisierung von Lewis Rohrbach finanziert:
"Ein Vermögen investiert
Zwanzig Jahre später bat auch Lewis Rohrbach den Kanton um Kopien dieser Mikrofilme. Da mittlerweile die Computertechnik fortgeschritten war, hatte er die Idee, die Mikrofilme zu digitalisieren und auf CD-Roms zu brennen. «Das Staatsarchiv gab grünes Licht. Es muss Rohrbach ein Vermögen gekostet haben», sagt die Berner Staatsarchivarin Barbara Studer Immenhauser. Rohrbrach digitalisierte über eine Million Seiten. Die daraus entstandenen CD-Roms konnten bei ihm in der Folge für 150 bis 300 Franken erworben werden, wie die Berner Zeitung in einem Porträt über Rohrbach schrieb."
https://www.kirchenbote-online.ch/artik ... alisierte/
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Peter.D
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
GGU steht oder stand damals für Genealogische Gesellschaft von Utah.
In anderen Kantonen haben die Mormonen bzw. FamilySearch ab ca. 1960 mit den Verfilmungen begonnen. Die entsprechenden Archive kamen so kostenlos zu Filmkopien. Deshalb wurde oft fälschlicherweise geschrieben, dass auch die Berner Filme von FS stammen. Die Verbreitung über das Internet war erst in den späten 90er-Jahren ein Thema. Mehrere Staatsarchive haben dann in den Verträgen mit Utah die Bestimmung aufgenommen, dass sie die Filme nur intern verwenden dürfen, was natürlich das Web ausschloss. BS hat dies nie verlangt, einige weitere Archive haben in neuester Zeit darauf verzichtet, wie LU, SG, Bistum Lugano, Stadt Schaffhausen, Baden, Zofingen. Andere halten immer noch daran fast, wie Wolf bereits erwähnt hat.
Jedermann hätte nach 2004 Filmkopien kaufen dürfen. Gemacht haben das m.W. aber nur FamilySearch und L.B. Rohrbach. Ich gehe davon aus, die gröbere Digitalisierung durch Rohrbach lange vor derjenigen von FS erfolgte - dafür ist die neuere besser auflösend. Für Rohrbach war das aber sicher eine kostspielige Angelegenheit. Keine Ahnung, was über den CD-Verkauf zurückfloss.
Vor Zürich haben auch AR, VD, SH (ohne Stadt), GE und BL neu verfilmt und die Digitalisate übers Web verfügbar gemacht. Zu Neuenburg siehe hier. Mindestens in AR hat der Kulturgüterschutz (mit)finanziert. Im StAAG gibt es für einige Kirchgemeinden privat initialisierte Digitalisate unterschiedlichster Art und Qualität. Wen habe ich vergessen ?
Peter
Ergänzt 17.11.24: SH und NE
In anderen Kantonen haben die Mormonen bzw. FamilySearch ab ca. 1960 mit den Verfilmungen begonnen. Die entsprechenden Archive kamen so kostenlos zu Filmkopien. Deshalb wurde oft fälschlicherweise geschrieben, dass auch die Berner Filme von FS stammen. Die Verbreitung über das Internet war erst in den späten 90er-Jahren ein Thema. Mehrere Staatsarchive haben dann in den Verträgen mit Utah die Bestimmung aufgenommen, dass sie die Filme nur intern verwenden dürfen, was natürlich das Web ausschloss. BS hat dies nie verlangt, einige weitere Archive haben in neuester Zeit darauf verzichtet, wie LU, SG, Bistum Lugano, Stadt Schaffhausen, Baden, Zofingen. Andere halten immer noch daran fast, wie Wolf bereits erwähnt hat.
Jedermann hätte nach 2004 Filmkopien kaufen dürfen. Gemacht haben das m.W. aber nur FamilySearch und L.B. Rohrbach. Ich gehe davon aus, die gröbere Digitalisierung durch Rohrbach lange vor derjenigen von FS erfolgte - dafür ist die neuere besser auflösend. Für Rohrbach war das aber sicher eine kostspielige Angelegenheit. Keine Ahnung, was über den CD-Verkauf zurückfloss.
Vor Zürich haben auch AR, VD, SH (ohne Stadt), GE und BL neu verfilmt und die Digitalisate übers Web verfügbar gemacht. Zu Neuenburg siehe hier. Mindestens in AR hat der Kulturgüterschutz (mit)finanziert. Im StAAG gibt es für einige Kirchgemeinden privat initialisierte Digitalisate unterschiedlichster Art und Qualität. Wen habe ich vergessen ?
Peter
Ergänzt 17.11.24: SH und NE
Zuletzt geändert von Peter.D am So 17. Nov 2024, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Loxiran
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Re: Kirchenbücher BE: Bildcharakteristik Staatsarchiv vs. familysearch
Danke @Peter.D
Wusste bis anhin nicht, dass die analogen Berner Filme nicht von FS stammen! Jetzt weiss ichs.
Wusste bis anhin nicht, dass die analogen Berner Filme nicht von FS stammen! Jetzt weiss ichs.
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hhg
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Re: Kirchenbücher im Kanton Bern
In den frühen 1990igern wurde mir auf meine Anfrage nach alten Kirchenbüchern bei einer kleinen Berner Gemeinde mitgeteilt, dass diese im Staatsarchiv Bern archiviert wären. Dort die ersten Jahrhunderte der relevanten Pfarrei von Lesegerät auf Papier übertragenen kostete fast einen ganzen Tag, mehrere hundert Franken für die Kopien, plus Reisekosten. Die später erhältlichen CDs waren, trotz der auf den ersten Blick "stolzen" Preise, für mich deutlich günstiger. Aus Sicht des Staatsarchivs schien es auch vorteilhafter, den diesbezüglichen personellen und technischen Aufwand für den Empfang von Besuchern zu reduzieren.
Das sehe ich auch als einen der Hintergründe warum immer mehr Archive ihre Bestände online stellen. Erst doch einmal ein positiver Aspekt, gegenüber manchen Schattenseiten der IT-Welt ...
Das sehe ich auch als einen der Hintergründe warum immer mehr Archive ihre Bestände online stellen. Erst doch einmal ein positiver Aspekt, gegenüber manchen Schattenseiten der IT-Welt ...
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ulbauer
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Frage zu KB Walkringen 4
Hallo zusammen,
ich habe eine kurze Frage zum KB Walkringen 4.
Gemäss der Bezeichnung auf der Homepage des Staatsarchivs sollte es die Taufeinträge von 1680-1731 enthalten:
https://www.query.sta.be.ch/detail.aspx?ID=233963
Die Datei beginnt aber bereits mit der Seite 246. Anscheinend fehlt hier ein gutes Stück? Weiss jemand etwas darüber? Gibt es darüberhinaus eine andere Quelle? Bei FS finde ich nämlich Taufeinträge für den fraglichen Zeitraum, die ich nun nicht nachvollziehen kann.
Vielen Dank!
Gruss
Uli
ich habe eine kurze Frage zum KB Walkringen 4.
Gemäss der Bezeichnung auf der Homepage des Staatsarchivs sollte es die Taufeinträge von 1680-1731 enthalten:
https://www.query.sta.be.ch/detail.aspx?ID=233963
Die Datei beginnt aber bereits mit der Seite 246. Anscheinend fehlt hier ein gutes Stück? Weiss jemand etwas darüber? Gibt es darüberhinaus eine andere Quelle? Bei FS finde ich nämlich Taufeinträge für den fraglichen Zeitraum, die ich nun nicht nachvollziehen kann.
Vielen Dank!
Gruss
Uli
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Peter.D
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Re: Frage zu KB Walkringen 4
Hallo Uli, einfach weiterblättern! Die chronologische Reihenfolge kam offensichtlich durcheinander.
Peter
Peter
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