Ich habe einen Text aus dem Kirchenrodel von Saanen, in dem die Auswirkungen einer Pestepidemie 1628 bis 1630 beschrieben wird.
Wer kann bei der Transkription weiter helfen?
Hier der Anfang des Textes, wie ich ihn lese:
1630
Von dem 24 Augusti an im Jahr
1628, zu welcher Zyt die Pest
in der Landschaft Sanen zu
regieren angefangen, bis zu Usgang
des Merzens im Jahr 1630 sind
in dem Herren, an der Pestilenz
und sonst in diser usseren Kilch-
höri, oungefarlich by den 630 Per-
sonen endtschlafhen.
Pest in Saanen BE
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Walter
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Pest in Saanen BE
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LG, Walter
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hhg
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Re: Pest in Saanen BE
so einfach einmal drauf los:
... Herr erbarme dich und ?wache? unseres Herren Jesu Christi ?glychen? in Kraft des hl. Geists daß die welche ?ir dz? Ziel des zytlichen Läbens ?niederstrecken? will daß nach ?hinderstellig? Zyt im Fleisch ist nicht der Mönschen Lüste, so dem Willen Godtes läbend und ohn alles angstenhaffen Furcht des Todts, uns zu der heilsamen und erwünschten Stand unser Erlösung Uß diesem Jammerthal in rechtgschaffner Bußbereitnis und unerschrocken Wartnis uff die sälige Hoffnung und Erschynung der Herrlichkeit Jesu Christi in welcherer er uns nicht heimlicher Ehr Ewig Chron der Dreifaltigkeit und säliger Unstärblichkeit mit allen Gläubigen wird begaben. Amen
Auf den ersten Blick "nur" ein Gebet, ohne weiteren Informationsgehalt. Wenn du trotzdem am genauen Wortlaut feilen willst, mache ich gerne mit.
... Herr erbarme dich und ?wache? unseres Herren Jesu Christi ?glychen? in Kraft des hl. Geists daß die welche ?ir dz? Ziel des zytlichen Läbens ?niederstrecken? will daß nach ?hinderstellig? Zyt im Fleisch ist nicht der Mönschen Lüste, so dem Willen Godtes läbend und ohn alles angstenhaffen Furcht des Todts, uns zu der heilsamen und erwünschten Stand unser Erlösung Uß diesem Jammerthal in rechtgschaffner Bußbereitnis und unerschrocken Wartnis uff die sälige Hoffnung und Erschynung der Herrlichkeit Jesu Christi in welcherer er uns nicht heimlicher Ehr Ewig Chron der Dreifaltigkeit und säliger Unstärblichkeit mit allen Gläubigen wird begaben. Amen
Auf den ersten Blick "nur" ein Gebet, ohne weiteren Informationsgehalt. Wenn du trotzdem am genauen Wortlaut feilen willst, mache ich gerne mit.
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Walter
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Re: Pest in Saanen BE
Hallo Helmut
Leider muss ich dir Recht geben, ich habe auf mehr Informationen zu dieser Zeit gehofft, der Pfarrer hatte aber nur das Seelenheil seiner "Kinder" im Sinn
Hier noch der gesamte Text, wie ich ihn (mit deiner Hilfe) lese, aber nicht alles verstehen kann:
1 6 3 0
Von dem 24 Augusti an im Jahr
1628, zu welcher Zyt die Pest
in der Landschaft Sanen zu
regieren angefangen, bis zu Usgang
des Merzens im Jahr 1630 sind
in dem Herren an der Pestilenz
unnd sonst in diser ußeren Kilch-
höri ongefarlich by den 630 Per-
sonen endtschlafhen.
Der erbarmende Got unnd
Vater unnsers Herren JESU
CHRISTI vlyhe in Krafft deß
hl. Geists daß wir welchen
er dz Ziel diß zytlichen Lä-
bens wyter erstrecken will,
was noch hin der stellig Zyt im
Fleisch ist nit der Mönschen Lüsten;
sonder den Willen Gotes
läbind und ohn alle angst-
haften Forcht des Todts unns
zu der heilsamen und er-
wünschten Stand unnser Erlösung
uß disem Jammerthall, in recht-
gschaffner Buß, bereitind, unnd
unerschrocken wartind uff die
sälige Hoffnung unnd Erschy-
nung der Herligkeit deß
grossen Gots unnd unsers
Heilandts JESU CHRISTI,
in welcheren er unns mit
himmlischer Ehr, ewig kr...
der Gerechtigkeit unnd
säligen Unstärblikeit, mit
allen Glöebigen wirt begaben
Amen.
Leider muss ich dir Recht geben, ich habe auf mehr Informationen zu dieser Zeit gehofft, der Pfarrer hatte aber nur das Seelenheil seiner "Kinder" im Sinn
Hier noch der gesamte Text, wie ich ihn (mit deiner Hilfe) lese, aber nicht alles verstehen kann:
1 6 3 0
Von dem 24 Augusti an im Jahr
1628, zu welcher Zyt die Pest
in der Landschaft Sanen zu
regieren angefangen, bis zu Usgang
des Merzens im Jahr 1630 sind
in dem Herren an der Pestilenz
unnd sonst in diser ußeren Kilch-
höri ongefarlich by den 630 Per-
sonen endtschlafhen.
Der erbarmende Got unnd
Vater unnsers Herren JESU
CHRISTI vlyhe in Krafft deß
hl. Geists daß wir welchen
er dz Ziel diß zytlichen Lä-
bens wyter erstrecken will,
was noch hin der stellig Zyt im
Fleisch ist nit der Mönschen Lüsten;
sonder den Willen Gotes
läbind und ohn alle angst-
haften Forcht des Todts unns
zu der heilsamen und er-
wünschten Stand unnser Erlösung
uß disem Jammerthall, in recht-
gschaffner Buß, bereitind, unnd
unerschrocken wartind uff die
sälige Hoffnung unnd Erschy-
nung der Herligkeit deß
grossen Gots unnd unsers
Heilandts JESU CHRISTI,
in welcheren er unns mit
himmlischer Ehr, ewig kr...
der Gerechtigkeit unnd
säligen Unstärblikeit, mit
allen Glöebigen wirt begaben
Amen.
Zuletzt geändert von Walter am Do 17. Feb 2011, 16:59, insgesamt 2-mal geändert.
LG, Walter
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hhg
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Re: Pest in Saanen BE
Hallo Walter,
dein Transkript ist doch viel verständlicher als meins ...
Gott vlyhe = ?verleihe? die Kraft des Heiligen Geistes, in der verbleibenden Lebenszeit nicht menschlichen Lüsten, sondern dem Willen Gottes nach zu leben, und ohne Furcht und in Bussbereitschaft auf die Erlösung aus dem Jammertal, zusammen mit den anderen Gläubigen, zu hoffen.
Die Worte hast du, soweit ich es beurteilen kann, entziffert, bis auf die Spezifizierung der ewig ?...? der Gerechtigkeit in der viert-letzten Zeile, das für mich nach Kroon aussieht (was zugegebenermaßen wenig Sinn ergibt).
Ansonsten haben ja Pfarrer und Politiker gelegentlich einen Hang, relativ einfache Aussagen mit komplexen Satzgebilden zu drapieren ...
dein Transkript ist doch viel verständlicher als meins ...
Gott vlyhe = ?verleihe? die Kraft des Heiligen Geistes, in der verbleibenden Lebenszeit nicht menschlichen Lüsten, sondern dem Willen Gottes nach zu leben, und ohne Furcht und in Bussbereitschaft auf die Erlösung aus dem Jammertal, zusammen mit den anderen Gläubigen, zu hoffen.
Die Worte hast du, soweit ich es beurteilen kann, entziffert, bis auf die Spezifizierung der ewig ?...? der Gerechtigkeit in der viert-letzten Zeile, das für mich nach Kroon aussieht (was zugegebenermaßen wenig Sinn ergibt).
Ansonsten haben ja Pfarrer und Politiker gelegentlich einen Hang, relativ einfache Aussagen mit komplexen Satzgebilden zu drapieren ...
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