Gysin von Läufelfingen BL

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Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » Fr 1. Sep 2017, 13:23

Grüezi Georgius und vrebu,

Im Thread Gysi von Suhr AG finden sich zu den Gysi von Läufelfingen folgende Hinweise:

1444 sind die Gysi von Läufelfingen BL als Müller mit Familie nach Oltingen gezogen und haben dort die Mühle übernommen.
In Oltigen hat der Ortspfarrer die Familien Gysin (wie sie sich damals schrieben) für so wichtig gehalten, dass er ihren Stammbaum in ein Kirchenbuch schrieb (1613 !). Es gibt detaillierte Angaben bis 1444.
Alle Gysi, Gysin, Gisi etc. kommen aus Läufelfingen.

Hans Gysin, +1493, oo mit Elsa ?, wanderte um 1444 von Läufelfingen auf die obere Mühle in Oltingen ein.

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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » So 22. Okt 2017, 18:24

Grüezi Lesende,

Markus Lutz, Neue Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel oder Fragmente zur Geschichte, Topographie, Statistik und Kultur dieses Schweizerschen Frystandes, Zwote Abtheilung, Basel 1805.

Digitalisat

S. 48 [84]: 1500 vergabte Hans Gysin von Läufelfingen an den Bau der Kapelle in Buckten alle seine liegenden Güter.

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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » Mo 23. Okt 2017, 09:22

Grüezi Lesende,

Gysin ist ein Nordwestschweizer Geschlecht mit alten Stämmen in den Kt. Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Aargau, Solothurn und Bern.
Die Familie stammt ursprünglich aus Läufelfingen, wo sie seit dem frühen 15. Jh. aktenkundig ist.
Von dort aus verbreiteten sich die Gysin zuerst in Oltingen, Waldenburg und Sissach (15. Jh.), dann in Hölstein und Liestal (16. Jh.) sowie in gegen 20 weiteren Baselbieter Gemeinden. (17. und 18. Jh.).
Ab dem 16. Jh. breitete sich das Geschlecht auch ausserhalb der Landschaft Basel aus. So etablierten sich die Gysin, ausgehend von Oltingen, in sieben aargauischen Gemeinden (Gysi), den beiden Solothurner Dörfern Niedergösgen und Lostorf (Gisi) sowie im bernischen Unterseen (Gysi).
Die Familie Gisi im Kt. Zürich (1810 Bürgerrecht in Wollishofen) leitet sich vom Sissacher Stamm her.
Begründer der Berliner Linie (Gysi) ist der Seidenfärber Samuel (1681) aus Läufelfingen.
Literatur: W. Hug, Familienchronik Gysin-Gisin-Gysi-Gisi, 1988.
Historisches Lexikon der Schweiz

Zu den Bürgerorten der Gisi, Gysi und Gysin in der Schweiz im Familiennamenbuch der Schweiz, 3. Auflage 1989.

Klaus Gysi, * 3. März 1912 in Neukölln, † 6. März 1999 in Berlin, war im kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv, von 1966 bis 1973 Minister für Kultur und von 1979 bis 1988 Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR.
Gysi wurde als Sohn eines Arztes und einer Buchhalterin geboren. Er stammte aus einer Berliner Familie, deren Stammvater, der Seidenfärber Samuel Gysin, * 1681, aus dem Schweizer Läufelfingen, nach längerem Aufenthalt in Basel 1731/32 mit seiner Familie zugewandert war.
Sein Sohn, der Rechtsanwalt Gregor Gysi, * 1948, war von 1990 bis 1993 Vorsitzender der PDS und ist bis heute einer der prominentesten Politiker der Partei Die Linke.
Wikipedia

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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » Di 21. Nov 2017, 19:29

Grüezi Lesende,

Werner Hug, Familienforschung im Baselbiet : Genealogien erforschter Familien, Liestal 2002.

Beinhaltet auch die Gisin, Gysin vom Kanton Basel-Landschaft.
Die ältesten Belege finden sich vor 1400 in Läufelfingen BL.
Eine Tabelle zeigt deren Verbreitung im Kanton Basel-Landschaft und später darüber hinaus.

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Gysi(nger) von Läufelfingen

Beitrag von Hanno Trurnit » Do 15. Feb 2018, 19:04

Ich suche alle Gysi(nger) aus Läufelfingen vor 1720,
speziell Näheres über die Vorfahren von Samuel Gysi *1681, der 1731/32 nach Berlin ausgewandert sein soll (Vorfahr von Dr. Gregor Gysi), aber auch die Berliner Nachkommen bis ca. 1800.
und über den Gysi, der - vermutlich um 1600 herum - ins Markgräflerland/Südbaden ausgewandert ist und seine Vorfahren. Im Markgräflerland tauchen ab spätestens 1600 Gysi z. B. in Neuenweg, Bürchau und Demberg auf. Kam Lorenz Gysi(nger), der 1611 in Nebenweg Maria Baumwart heiratete, aus Läufelfingen?



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Hanno Trurnit » Do 15. Feb 2018, 19:14

Ich versuche, die Gysi von Berlin (Gregor Gysi) und die Gysi/Gisinger aus dem Markgräflerland (um Neuenweg herum, Vorfahren meiner Frau geb. Bollschweiler) zusammen zu bringen. Offenbar stammen beide Linien aus Läufelfingen. Es fehlen die Vorfahren von Samuel Gysi *1681 in Läufelfingen und von Lorenz Gysinger *ca. 1577 (in Läufelfingen oder Neuenweg? Er heiratete 1611 in Neuenweg).

Wer kann helfen?



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » Fr 16. Feb 2018, 10:14

Grüezi Hanno Trurnit,

Der Arbeit von Werner Hug, Familienforschung im Baselbiet : Genealogien erforschter Familien, Liestal 2002, S. 158+174, ist zu entnehmen:

Am 9.1.1638 vermählten sich in Läufelfingen Samuel Gysin, Weber, mit Barbara Suter von Läufelfingen.
1662 starb Samuel Gysin im Alter von 58 Jahren.
Sein Taufeintrag findet sich im Taufbuch Läufelfingen nicht.
Ihr 1681 geborener Enkel Samuel lebte zuerst als Seidenfärber in Basel und wanderte 1731 mit seiner Familie nach Berlin aus.
Ein Lorenz und der Familienname Gisinger/Gysinger werden in dieser Arbeit nicht erwähnt.

Sind die Gysi/Gisinger/Gysinger im Markgräflerland belegbar gleichen Stammes?
Auf welchen Belegen oder Überlegungen fusst die Hypothese, dass die Gysi/Gisinger/Gysinger im Markgräflerland aus Läufelfingen stammen?

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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » Di 15. Jan 2019, 10:36

Grüezi Lesende,

08.05.1568 Werlj Gysj von Leüffellfingen Demnach und Hanss Gysin sines vatters bruoder vor ettlichen jaren von wegen siner missthat, alhie, mit dem schwërt gerichtet worden und unsere Gnedigen Herren inen fünff verlassnen kinden, das guot uss gnaden glassen, und volgendts Michell Gysin, dess bemelten Werlins vatter, umb drühundert gulden, übergeben. Also das er die dry theyl dess gewerbs, innhaben, besitzen und nutzen möge, biss die kinder zuo iren tagen kommen, und wouerr dann einich kindt vorhanden, so dess gewerbs wider begeren wurde, das er alsdann denselben, den kinden wider umb die drühundert gulden zuohanden stellen solle. Noch lut eines brieffs so im 62 jar uffgericht.
Digitalisat des edierten Eintrages aus dem Urfehdebuch der Stadt Basel auf der Webseite der Universität Graz.

Michell Gysin dürfte mit Michel Gysin in Läufelfingen identisch sein, der laut einem Verhörprotokoll vom 21.2.1530 zusammen mit seiner Frau den Täufern angehören soll.
Werner Hug, Familienforschung im Baselbiet : Genealogien erforschter Familien, Liestal 2002, S. 155 und 156.

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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Wolf » So 31. Okt 2021, 20:14

doris rieder hat geschrieben: Di 18. Sep 2018, 20:03hallo Pascal

ich habe einen grossen Teil der Gysin-Stammbäume ausgehend von Läufelfingen ca 1400 und arbeite immer noch daran, ich kann sie dir als Datei senden - gib mir deine e-mail in einer PN-Nachricht. Ich will nicht alles abschreiben, es ist zu umfangreich...

lg Doris Rieder

Weitere Interessierte können sich bei mir per PN melden
SvenH hat geschrieben: So 31. Okt 2021, 19:24Hallo Doris,
bin erst seit heute im Forum.
An den Gysin Stammbäumen von Läufelfingen wäre ich sehr interessiert, sind die Vorfahren meiner Frau.
Das früheste, was ich habe ist Hans(Johannes) Jacob Gysin *1570.

Schöne Grüße
Sven
Bitte hier nur Gysin von Läufelfingen diskutieren - nicht alle Linien, die sich vielleicht auf das Läufelfinger Geschlecht zurückführen lassen. Es gibt zu viele seit vor 1800 bestehende Bürgerorte für Gisin / Gysin, um sie alle in einem einzigen Thema zu diskutieren. Linien, die sich an einem neuen Heimatort einbürgern liessen, sollten ab diesem Zeitpunkt in einem eigenen Thema behandelt werde,


Wolf Seelentag, St.Gallen
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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Säntis » Mo 1. Nov 2021, 19:06

Grüezi Hanno Trurnit,

nochmals zu meinen beiden Frage im Beitrag vom 16.02.2018.

Sind die Gysi/Gisinger/Gysinger im Markgräflerland belegbar gleichen Stammes?

Auf welchen Belegen oder Überlegungen fusst die Hypothese, dass die Gysi/Gisinger/Gysinger im Markgräflerland aus Läufelfingen stammen?

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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von SvenH » Mo 6. Mär 2023, 14:39

Hallo an Alle,

leider hatte ich auf meine Anfrage von 2021 keine brauchbare Antwort erhalten.
Da ich mich nun wieder mal den Läufelfinger Vorfahren meiner Frau widme (inbesondere Schaub und Gysin), möchte ich meine Anfrage erneuern.

Die Stammbäume der Gysins in Läufelfingen insbesondere von des Uoli Gysin (*Advent 1601, welcher später hingerichtet wurde, Vorfahr meiner Frau) und des Samuel Gysin (*ca. 1604, dessen Enkel später nach Berlin ausgewandert ist), würde ich gerne verknüpfen.
Werner Hug vermutet ja, dass die Beiden Geschwister sind. Gibt es dazu mittlerweile neue Erkenntnisse bzw. Stammbäume, mit denen ich meine Daten abgleichen kann?

Schöne Grüße
Sven Herberg



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Peter.D » Mo 6. Mär 2023, 21:32

Hallo Sven, hast du die beiden im online verfügbaren Kirchenbuch nicht finden können?

Peter



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von SvenH » Di 7. Mär 2023, 09:38

Hallo Peter,

der Taufeintrag von Uoli Gysin (*Advent 1601) ist in Läufelfingen vorhanden, Samuel Gysin (*ca. 1604) leider nicht bzw. wurde noch nicht gefunden.
Ich habe von dem Weber Samuel Gysin in Läufelfingen den Traueintrag (oo1638 mit Barbel Suter). Nach Werner Hug ist er 1662 (Eintrag in Oltingen mit Altersangabe 58) gestorben, den Sterbeeintrag habe ich in Oltingen aber noch nicht gefunden. Daraus nimmt Werner Hug an, dass er 1604 geboren sein könnte.

Die online verfügbaren KB sind mir bekannt und ich bin auch laufend dran.

Schöne Grüße
Sven



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Peter.D » Di 7. Mär 2023, 17:39

Hallo Sven

In der HiPeBa befinden sich ähliche Informationen:
Gysin-Grieder Lf.jpg
Ein Weber Samuel Gysi ist 1662 in Läufelfingen verstorben; sein Alter kann ich nicht sicher lesen, 59? 1603 findet man tatsächlich eine Taufe des Ehepaars Gysi-Grieder, allerdings mit Namen Jakob. Bei schneller Durchsicht des Taufregisters fällt auf, dass das Ehepaar zahlreiche Kinder taufen liess, die in der HiPeBa nicht aufgeführt sind. Einen Samuel habe ich aber auf die Schnelle auch nicht finden können, jedoch erscheint 1614 nochmals ein Jakob. Da die Totenregister hier fehlen oder lückenhaft sind, lässt sich die Situation wohl nicht mehr klären.
Eventuell kannst du das Ehepaar Schweizer aber noch anfragen, aus welcher Quelle die Taufe von Samuel 1604 stammt.

Jakob Gysi und Anna Grieder von Rünenberg haben 1597 in Läufelfingen geheiratet.

Peter
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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von SvenH » Mi 8. Mär 2023, 20:18

Hallo Peter,

ja, der Sterbeeintrag in Läufelfingen scheint mir tatsächlich "durch die Lappen" gegangen zu sein. Vielen Dank.
Das Alter würde ich mit 58 lesen, die 8 wurde hier und in anderen Fällen oft waagerecht geschrieben.

Das Ehepaar Schweizer habe ich angeschrieben, bin gespannt, was sie antworten.

Als Kinder von Hans JACOB Gysin (*1570) und Anna Grieder habe ich bereits folgende identifiziert:
Barbel Gysin (*1598+)
Marge Gysin (*1600/1)
Uli Gysin (*Advent 1601)
Jacob Gysin (*1603+)
Hans Gysin (*1605)
Jacob Gysin (*1607+)
Anna Gysin (*1608)
Elsbeth Gysin (*1611)
Barbel Gysin (*1613)
Jacob Gysin (*1614)

Es war nach Werner Hug seine 3. Ehe. Die erste Ehe (mit Barbara Mangold oo1584) halte ich aber nicht für glaubwürdig, da er da erst 14 Jahre war.

Schöne Grüße
Sven



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von Peter.D » Do 9. Mär 2023, 17:14

Hallo Sven

Vielleicht wurde Samuel nicht in Läufelfingen geboren - wobei nicht viel zeitlicher Raum bliebe. Oder der erste Jakob hiess in Wirklichkeit oder nannte sich zur Unterscheidung vom Vater Samuel.
Die beiden ersten Jakob der Familie sind als verstorben bezeichnet: das lässt sich aber nicht nachweisen, da es von jener Zeit kein Sterberegister gibt. Vermutlich hat man beim dritten Jakob einfach angenommen, dass die beiden vorderen schon verstorben seien. Kinder mit gleichen eingetragenen Vornamen kamen aber damals in den grossen Familien auch vor; im Alltag wurden dann abgekürzte oder gar andere Vornamen verwendet.

Wenn du jeweils auf Werner Hug hinweist: was ist genau diese Quelle?

Peter



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Re: Gysin von Läufelfingen BL

Beitrag von SvenH » Fr 10. Mär 2023, 09:53

Hallo Peter,

ja, leider kann man immer nur Vermutungen anstellen. Möglich wäre vieles.

Hier die Quelle:
Werner Hug, Familienforschung im Baselbiet: Genealogien erforschter Familien, 2002
ISBN-10: 3-85673-273-X
ISBN-13: 978-3-85673-273-8

Schöne Grüße
Sven



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